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Day two - the black hills (in German) 11/14/2011
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Editors note: the post below in German is by guest blogger, Andrej Umansky, who has been a member of Yahad's team since 2004.

In today's post, the team is in the village of Kosubivka, Ukraine, where they find witnesses to more killings of  the Jews of Odessa. The Jews were held in stables for two months before being killed. Local people brought them food. The killings were done by local Germans, or "Volksdeutsche" and Ukrainian policemen. The bodies of the victims were burned; many of those shot were still alive when they were thrown into the flames.

The team finds an old school teacher who errected a memorial with pupils near the execution site, where artifacts are found by Yahad team member, Micha. The hills around the site are black having been burned by a local shephard. Is this how they looked 70 years ago?

Die schwarzen Hügel

Gestern arbeiteten wir nur einen halben Tag: das Team hatte nach über einer Woche ein wenig Ruhe verdient. Ich nutzte die Freizeit um Karten, Bücher und Archivmaterial zu sichten und die nächsten Tage sinnvoll zu planen. Woznessensk ist eine reine Industriestadt und hat nicht wirklich etwas interessantes zu bieten.
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Woznessensk – 2 °C
Dennoch konnten wir bis nachmittags erfolgreich arbeiten. Wir suchten den kleinen Ort Kosubiwka auf, in dessen Nähe nach sowjetischen Angaben mindestens 600 Juden aus Odessa in zwei Scheunen, im Winter 1941/1942 eingepfercht worden sind. Wie in Mostowoje finden wir mehrere ältere Damen, die uns darüber erzählen, wie die lokale Bevölkerung den Juden Essen brachte. Manche gaben ihnen Suppe und Backwaren ohne Gegenleistung zu verlangen, andere tauschten sie gegen Kleidungsstücke aus.

Zwei Monate später wurden die Juden in einer natürlichen Senke namens Babjena Balka zwischen den Dörfern Kosubiwka und Kriworutschko von Volksdeutschen und ukrainischen Polizisten erschossen. Sofort danach wurden die Leichen mithilfe von Heu und Brennstoff (wahrscheinlich Kerosin) verbrannt. Eine Zeugenaussage von Maria Rozhko aus der Außerordentlichen Sowjetischen Kommission half mit vielen Details. Demnach wurden die Juden nachts erschossen und verbrannt, was sehr erstaunlich ist. Normalerweise finden Erschießungen tagsüber statt, da einerseits dies aus Tätersicht praktischer ist und andererseits die Fluchtmöglichkeiten nachts größer sind. Rozhko berichtet auch davon, dass die Opfer zum Teil noch lebten, als sie ins Feuer geworfen wurden. Menschenschreie waren aus weiter Entfernung zu hören. Einwohner von Kriworutschko sollen Rozhko nach, gezwungen worden sein das Heu zum Erschießungsort zu bringen. Leider fanden wir keine Zeitzeugen in Kosubiwka, die dies bestätigen konnten. In Kriworutschko selbst leben nur noch wenige Familien. Alle älteren Menschen sind entweder verstorben oder umgezogen.

Ivan, ein Geschichtslehrer in Rente half uns aber den Erschießungsort zu finden. Mit Schülern seiner ehemaligen Schule hat er vor zwei Jahren einen Gedenkstein in der Nähe aufgestellt. Er ist der „Lokalhistoriker“: er sammelt Archivmaterial, Zeitungsausschnitte und vieles andere um die Geschichte des Dorfes zu erforschen. Menschen wie ihn gibt es in vielen anderen Dörfern in der Ukraine und oft sind es nützliche Ansprechpartner für unsere Suche.
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Gedenkstein am Erschießungsort Babjena Balka

100 Meter neben dem Gedenkstein findet Mischa, unser Ballistikexeperte, eine deutsche Patronenhülse und einen Knopf aus Vorkriegszeit. Ein weiteres Indiz dafür, dass hier Menschen ermordet worden sind. Ein weiterer Ort ist nur einige Kilometer entfernt. In der nähe des ehemaligen Dorfes Slawa, suchen wir einen alten Brunnen auf. Hier sollen mehrere dutzend Juden hinuntergestoßen worden sein. Zeugen finden wir jedoch nicht.

Auf der Rückfahrt, sehen wir noch einmal Babjena Balka aus der Ferne: die Hügel sind ganz schwarz, ein Hirte hatte diesen Abschnitt in Brand gesetzt. Sah der Ort auch so vor 70 Jahren aus?

 


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